Kauch/Joest: „Stadt muss Schulaufklärung zu LSBTI vorantreiben“

Angesichts der queerfeindlichen Attacke auf Schülerinnen mit Regenbogenfahnen an der Robert-Koch-Realschule, die von Medien berichtet und inzwischen von der Schulleitung bestätigt wurde, fordert die Ratsfraktion FDP/Bürgerliste Konsequenzen seitens der Stadtverwaltung.

„Queerfeindliche Attacken sind in keiner Weise hinzunehmen. Von der Stadt Dortmund als Schulträgerin erwarte ich ein klares Statement – allen voran vom Oberbürgermeister. Gegen Homophobie muss man gerade dann öffentlich eintreten, wenn das Image von der queerfreundlichen Stadt Risse bekommt. Man stelle ich das bisherige Schweigen der Verwaltung bei Hetze aus rassistischen Motiven vor“, so der Fraktionsvorsitzende von FDP/Bürgerliste, Michael Kauch.

Die schulpolitische Sprecherin, Ratsmitglied Antje Joest, ergänzt: „Der Vorfall macht erneut deutlich, wie wichtig die Schulaufklärung über gleichgeschlechtliche Liebe und die Erziehung zur Akzeptanz ist – und zwar auch schon in frühen Jahrgängen. Die Stadt fördert das Schulaufklärungsprojekt SCHLAU, aber damit ist es erkennbar noch nicht getan.“

Michael Kauch weist in dem Zusammenhang auf den LSBTI-Aktionsplan hin, mit dem der Stadtrat die Verwaltung beauftragt hat: „Die Schulaufklärung muss Kernaufgabe des Aktionsplans der Stadt sein. Seine Entwicklung muss nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse beschleunigt werden.“