„Das Silicon Valley soll sich warm anziehen“ – das war ein Claim der Freien Demokraten im Dortmunder Kommunalwahlkampf. Ein Schritt zu einem starken Standort für Wissenschaft, High Tech und Start-ups ist der „Masterplan Wissenschaft 2.0“. Dieser wurde gestern vom Stadtrat verabschiedet. Die Fraktion FDP/Bürgerliste war dabei mit dem Antrag erfolgreich, besonderes Augenmerk auf fehlende Laborflächen im Bereich der Biotechnologien zu legen. „Das ist eine absolute Zukunftstechnologie und wir wissen von Gründern, die sich wegen fehlender Laborflächen nicht für Dortmund als Standort entschieden haben“, erläutert Michael Kauch, Fraktionsvorsitzender von FDP/Bürgerliste.

Kauch hob zudem die internationale Dimension des Masterplans hervor: „Wir müssen Wissenschaft und Wirtschaftsförderung stärker in die internationalen Projekt- und Städtepartnerschaften integrieren. Dortmund soll sichtbarer und attrativer für internationale Wissenschaftler und Fachkräfte werden. Wir brauchen zudem konkrete Kooperationen mit unseren Partnerstädten und Unterstützung für Dortmunder Start-ups auf den internationalen Märkten.“

Unqualifizierte Angriffe der AfD wies Kauch im Stadtrat zurück: „Wenn wir das Silicon Valley als Referenz heranziehen, dann nicht weil wir glauben, in Dortmund entsteht ein neues Facebook. Vielmehr geht es darum, wie im Silicon Valley ein Klima von Technik-Begeisterung, Internationalität und Kreativität zu schaffen – und Start-Ups unbürokratische Unterstützung zu geben. Wenn man keinen hohen Anspruch hat, kommt am Ende auch nichts dabei heraus.“