Nach Ablehnung im Schulausschuss und Unterstützung seitens der Elternschaft

Am morgigen Donnerstag wird die Fraktion FDP/Bürgerliste im Stadtrat erneut ihren Antrag pro Luftfilter in Schulen zur Abstimmung stellen. Drei Punkte sind darin enthalten: Erstens sollen aus dem im Juli neu aufgelegten Programm von Bund und Land schnellst möglich weitere Luftfilter nachgeordert werden. Zweitens soll die Stadt es Fördervereinen von Eltern erlauben, Luftfilter privat finanziert anzuschaffen. Dazu brauche es Vorgaben, welche Geräte zugelassen sind. Und drittens fordert FDP/Bürgerliste die Stadt auf, über die Förderprogramme hinaus gerade in sozial schwachen Stadtteilen aus eigenen Mitteln Luftfilter anzuschaffen – und zwar die gleiche Zahl an Luftfiltern, die die Fördervereine an anderen Schulen privat finanzieren.

Ratsmitglied Antje Joest (FDP) dazu: „Dies Modell würde bürgerschaftliches Engagement der Eltern doppelt lohnenswert machen. Warum erlaubt das die Stadt nicht? Während SPD und Grüne im Landtag von NRW mehr Luftfilter fordern, haben sie das im Schulausschuss zusammen mit der CDU abgelehnt.“ Die Fraktion FDP/Bürgerliste sei für konstruktive Änderungsanträge offen, kritisiert aber die Verweigerungshaltung der Mehrheit im Schulausschuss.

Auch die Reaktionen aus der Elternschaft waren nach der Abstimmung im Schulausschuss deutlich. Anke Staar von den Stadteltern sagte nach der Ausschusssitzung: „Es ist eine Katastrophe für die Kinder. Grüne und SPD fordern auf Landesebene mehr Luftfilter und hier verbietet eine grüne Dezernentin den einzigen Antrag dazu, der in die richtige Richtung weist. Wir wissen von kranken Kindern, die seit anderthalb Jahren nicht in der Schule waren. Es geht nicht nur darum, die Viruslast zu minimieren, sondern wieder ein Wohlfühlklima in der Schule zu schaffen. Wir brauchen Lösungen, abseits von Parteiquerelen.“

Die Chance für solche Lösungen bietet sich bei der morgigen Abstimmung.